Believe in Dreams
Ein fröhliches Hallo und ♥️-lich Willkommen im Believe in dreams!

Wir hoffen, dass unser Forum groß und bekannt wird, und du -genau DU- kannst ein Teil davon werden!
Was?
Du bist noch nicht dabei? Dann los, betritt die magische Welt und schreibe deine eigene Story!
Wir freuen uns auf dich!


Harry Potter RPG
 
StartseiteKalenderFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin
Hallo der zweite Zeitsrpung wurde vollzogen. Das InPlay spielt nun am 30. Mai 1998. Ihr könnt nun wieder mit Bedacht des Zeitsprungs im InPlay posten. Viel Spaß dabei <3
Login
Benutzername:
Passwort:
Bei jedem Besuch automatisch einloggen: 
:: Ich habe mein Passwort vergessen!
Neueste Themen
» Hogwarts - Where true magic happens
Di Jul 29, 2014 9:10 am von Gast

» Priori Incantatem
Mo Feb 17, 2014 1:54 am von Gast

» Sailor Moon RPG - New Beginning [Änderung]
Mo Aug 19, 2013 3:15 am von Gast

» Miracles of Hogwarts
So März 17, 2013 11:18 am von Gast

» Burning Chapters
So Feb 10, 2013 4:14 am von Gast

» ENERVARTE-Let the war begin
Fr Feb 08, 2013 9:42 am von Gast

» Hogwarts Again
Mo Jan 28, 2013 3:11 am von Gast

» Frohe Weihnachten
Do Dez 20, 2012 11:11 pm von Gast

» The Traitor is among us
Mi Dez 12, 2012 8:55 am von Gast


Teilen | 
 

 GWEN &&. JULES

Nach unten 
AutorNachricht
Gwen Pritchart

avatar

Slytherin
Hogwarts
Anzahl der Beiträge : 33

BeitragThema: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 4:51 am

Winter. Es war so kalt draußen, dass sie trotz Handschuhe immer wieder ihre Hände aneinander rieb, um sich irgendwie zu wärmen. Draußen schneite es und es schien, als würden die kleinen, weißen Schneeflocken einen Tanz vollführen. Atemberaubend schön. Auf den Ländereien lag eine dicke Schneedecke und nur mit Mühe und Not konnte Gwen durch den Schnee waten. Gar nicht so einfach mit ihren Stiefel und ihre Hose wurde auch dabei etwas durchnässt. Leise fluchte sie, weil es ihre Lieblingshose war. Daran hätte sie denken müssen. Hastig watete sie weiter. Ob er schon auf sie wartete? Er hatte gemeint, er würde dort auf sie am Brunnen warten. Ein seltsames Kribbeln machte sich in ihr breit. Wenn er wüsste, wie aufgewühlt sie doch war. Nur weil sie es nie zeigte, hieß es ja noch lange nicht, dass sie nichts empfand. Ihre blonden Haare wirbelte durch den Wind umher. Selbst mit roter Nase und geröteten Wangen war Gwen noch schön. Eine wahre Veela. Zwar dadurch nur ein Halblut, aber nicht minder wert. Viele Jungs schauten ihr nach, tuschelten über sie. Andere konnten gar nicht mit dem Starren aufhören. Das war der Fluch einer Veela. woher sollte man wissen, ob der andere es wirklich ernst meinte und nicht hinter ihrer Schönheit her war? Woher sollte man das wissen? Gwen konnte keine Gedankenlesen und das war auch gut so. So musste sie sich auf ihr Bauchgefühl verlassen, welches sie noch nie hintergangen hatte. Noch nie.
Von weitem sah sie schon das kleine Zaubererdörfchen. Ein paar Meter musste sie noch gehen. Ein paar Meter und dann war sie endlich da. Schüler, Lehrer, Erwachsene und kleine Kinder wuselten herum. Weihnachten stand vor der Tür und überall roch es herrlich nach Plätzchen. Die Schaufenster wurden schön beschmückt. Kleine Stände wurden auf dem Marktplatz aufgebaut mit allerlei Leckereien und Kleinigkeiten, die das weihnachtlich gestimmte Herz erfreuten. Gwen ging weiter, wurde plötzlich grob angerempelt und hörte nur noch das hämische Lachen ihres Zwillingsbruders, den sie so hasste. Mit seinen 'Freunden' war er hier und ergötzte sich an ihrem Leid, an ihrer Einsamkeit. Doch sie wusste, dass es ihm bald vergehen würde. Irgendwann. Im Gegensatz zu ihm war sie nämlich Vertrauensschülerin geworden, hatte ein Amt, welches sie gut ausführte. Mit hoch erhobenen Haupt und einem gewissen Stolz ging sie weiter und erreichte den Brunnen. Eine Welle der Trauer überkam sie. Niemand da. Hatte er sie nur verarscht? Sich nur über sie lustig gemacht? Tat er wirklich sowas? Fand er es witzig, mit ihren gefühlen zu spielen? Gwen würde nicht lange warten. In zehn Minuten würde sie wieder gehen. Denn im Gegensatz zu Jules war sie pünktlich.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Jules Lacroix

avatar

Slytherin
Böse
Anzahl der Beiträge : 32

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 5:22 am

Oh ja, es war unglaublich kalt. Aber das störte den Slytherin nicht, im Gegenteil. Er mochte den Winter, er mochte diese weiße Schneedecke, die sich jedes Jahr über die Ländereien Hogwarts' ausbreitete, sie sorgte dafür, dass alles so wunderbar unschuldig wirkte. Und obwohl er selbst alles andere als unschuldig war - er mochte unschuldiges.
Er selbst war schon seit einiger Zeit hier, war ein wenig überpünktlich gewesen und hatte sich seine Zeit mit einem Tee vertrieben. Tee konnte man doch immer trinken, oder? Seinen Gedanken nachhängend hatte er gar nicht mitbekommen, wie die Uhr Punkt schlug. Jetzt musste sie da sein, wenn sie kommen würde. Er selbst war erstaunt davon, dass er sich auf so etwas eingelassen hatte, dass es sogar seinem kranken Gehirn entsprungen war, mit diesem Mädchen so etwas wie ein Date haben zu wollen. Aber er mochte das Mädchen. In den letzten Wochen und Monaten hatte er immer wieder mit ihr zu tun gehabt, sich mit ihr unterhalten, und erstaunlicherweise verstand er sich unglaublich gut mit ihr. So war keines dieser lästigen Mädchen, die den ganzen Tag babbelten, sich selbst für das schönste und tollste und vor allem wichtigste hielten, aber sie war auch keines dieser Mädchen, die sich für Abschaum hielten, die den ganzen Tag nichts als Diäten und Schönheitskuren im Kopf hatten. Das hatte sie ja auch weißgott nicht nötig. Der junge Zauberer für seinen Teil fand das Mädchen nahezu perfekt. Sie war ruhig, intelligent, hübsch. Sie fragte nicht, sie war nicht allzu neugierig und zwang ihn nicht, sich zu sehr zu verstellen. Genau genommen musste er sich gar nicht verstellen. Sie machte ihn nicht aggressiv oder nervös, ihre Gesellschaft war schlicht und ergreifend angenehm, sodass der einzige Punkt, in dem er nicht ehrlich zu ihr war, sein Dasein als Todesser war. Und um ganz ehrlich zu sein: Er glaubte sogar, dass er es ihr früher oder später anvertrauen konnte. Er selbst verstand nicht, was ihn dazu ritt, diesem Mädchen ein derartiges Vertrauen aufzubringen, aber wenn er mit einem Menschen über derartige Dinge sprechen würde, dann mit ihr. Obgleich sie kein einziges Mal angedeutet hatte, seine Interessen zu teilen - aber er selbst hatte seine Interessen auch nie erwähnt. Seine Interessen, die Interessen Voldemorts. Eine saubere Welt.
Da stand sie. Gwendolyn Pritchart, seit der ersten Klasse seine Mitschülerin, seit drei Monaten seine... was eigentlich? Freundin? Ja, als Freundin konnte man dieses Mädchen wohl bezeichnen, eine Freundin, eine Vertraute, eine Person mit der er gern redete. Und sie sah aus, als wäre sie nicht glücklich. Gut, sie wirkte eigentlich nie besonders glücklich, aber gerade, in diesem Moment, strahlte sie fast eine gewisse Missmut aus. Vermutlich nahm sie an, er war zu spät? Da hatte sie sich dummerweise geschnitten. Ruhig, fast lautlos näherte er sich dem Mädchen von hinten, lediglich das Knirschen seiner Schritte im Schnee hätte ihn verraten können, aber wie hätte sie seines von dem der vielen anderen Personen unterscheiden sollen? Seine Hand legte sich auf ihre zarte Schulter. "Hallo, Gwen", sagte er leise, sein Gesicht wie immer emotionslos, es war fraglich, was in dem Jungen vorging. Lediglich in seinen Augen zeichnete sich der warme Hauch eines Lächelns ab.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gwen Pritchart

avatar

Slytherin
Hogwarts
Anzahl der Beiträge : 33

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 5:46 am

Gwen wartete und wartete, wurde ungeduldig. Ihr Blick fiel auf die große Kirchenuhr. Gerade eine Minute war vergangen. Noch war Jules nicht zu spät. Noch.
Vielleicht hätte sie doch nicht zusagen sollen. Es war eine aberwitzige Idee von ihr gewesen, zuzusagen. Bestimmt war das nur ein Test. Ein Test, um sicherzugehen, ob sie wirklich das Mädchen ohne jegliche Gefühle war. Nein, Jules würde sowas nicht tun, oder? Ein naiver Gedanke. Dabei hatten sie sich in den letzten Monaten erstaunlich gut verstanden. Gelacht hatte sie nie. Aber man hatte das warme Funkeln in ihren Augen erkennen können. Ungewollt hatte sie Vertrauen zu dem Jungen aufgebaut. Dabei wusste sie, was passierte, wenn man jemanden vertraute. Bereits in der zweiten Klasse hatte sie es zu spüren bekommen, hatte einem Mädchen vertraut. Diese hatte es schamlos ausgenutzt, hatte heimlich hinter ihrem Rücken geredet. Als Gwen dies erfahren hatte, war sie nicht ausgerastet. Nein, sie hatte das Leid stumm ertragen und war gegangen. Erst in einem leeren Klassenzimmer war sie weinend zusammengebrochen, hatte eine ganze Weile gebraucht, um sich wieder zu beruhigen. Das Mädchen hatte sie danach ignoriert und sich geschworen, nie wieder jemanden zu vertrauen. Und jetzt? Jetzt hatte sie diesen Schwur einfach gebrochen. Hatte angefangen, Jules zu vertrauen.
Jäh wurden ihre Gedanken unterbrochen, als sich eine große Hand auf ihre Schulter legte. Erschrocken zuckte sie zusammen, sammelte sich jedoch schnell. Niemand erschreckte sie. Nein, sie war auch nicht schreckhaft. Nein, nicht Gwen Pritchart. Als die Veela sich umdrehte, blickte sie in ein paar warmer, brauner Augen. "Hallo, Jules." meinte sie monoton. Nur das warme Funkeln verriet ihre Freude über sein Kommen. "Du bist wirklich erschienen." sagte sie leicht verwundert. Ehrlich gesagt hatte sie nun wirklich nicht damit gerechnet.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Jules Lacroix

avatar

Slytherin
Böse
Anzahl der Beiträge : 32

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 6:10 am

Hatte er da gerade ein Zucken unter seiner Hand gespürt? Unwahrscheinlich, aber er war sich doch ziemlich sicher. Ober er es ansprechen durfte, oder ob sie lieber in dem Glauben gelassen werden wollte, er hätte es nicht bemerkt? Vermutlich war wohl letzteres der Fall und so überging er ihren Schreck einfach, blickte dem Mädchen ruhig ins Gesicht, als es sich zu ihm umdrehte.
Seine Hand glitt über ihre Schulter, ihren Arm hinab und umfasste letztlich die zierliche Hand seiner Mitschülerin.
"Natürlisch bin isch erschienen. Dachtest du, isch würde nischt kommen?", fragte er leise nach, nachdem sie ihre verwunderten Worte ausgesprochen hatte. "Vertraust du mir nischt?" Was für eine Frage. Wieso sollte sie ihm denn auch vertrauen? Sie hatten sich lange und oft unterhalten, aber was das Grund genug, einem Menschen zu vertrauen? Nun, für ihn war es das anscheinend. In jedem Fall tat er es, zumindest, wenn er seine Gefühle richtig interpretierte. Denn wenn er ganz ehrlich war, war dieses Mädchen der erste Mensch, der ihn vor die Frage stellte, was genau Vertrauen überhaupt war... und wie er es deuten und erkennen sollte.
"Wollen wir... spasieren? Oder möschtest du lieber ins Warme?", fragte er dann erst einmal nach. Ihm war es egal, er wollte bloß, dass sie irgendwas taten. In der Kälte zu stehen war nicht gerade prickelnd. Solange man in Bewegung blieb war die Kälte ja auszuhalten, angenehm sogar, wenn man ihn fragte, aber wenn man einfach nur herumstand, dann begann man doch äußerst schnell zu frieren.
Was machte man eigentlich so, bei Dates? War das hier überhaupt eines? Woran erkannte man ein Date? Gute Frage. Er für seinen Teil war durchaus der Meinung, dass das hier eines war, aber ob Gwen das auch so sah? Und wenn ja, was erwartete sie? Was erwarteten normale Mädchen von Dates? Keine Ahnung. Und Gwen war zudem nicht normal. Verdammt, er hätte das eher durchdenken sollen. Jetzt stand er hier ohne einen Plan. Aber das war wohl egal. Es würde sich ergeben, da war er sich ziemlich sicher.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gwen Pritchart

avatar

Slytherin
Hogwarts
Anzahl der Beiträge : 33

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 6:27 am

Jules war einfach zu höflich. Zu gut erzogen. Jeder andere Junge hätte ihre Schreckhaftigkeit angesprochen oder sich sogar lustig gemacht, darüber gelacht, und dann wäre sie sich albern vorgekommen und hätte nur in Gedanken über sich den Kopf geschüttelt. Doch Jules war anders. Entweder hatte er es nicht bemerkt - was sie allerdings bezweifelte - oder aber er ignorierte es. Und dafür war sie ihm dankbar. "Ja, das dachte ich." sagte sie ehrlich und blickte ihm in die Augen. Seine braunen Augen waren so undurchdringbar. Man sagte doch, diese seien der Spiegel zur Seele. Doch sein Spiegel war so verschleiert. Man konnte nicht hineinblicken. Man konnte nur das erkennen, was Jules zeigen wollte. Nie mehr. Vertraute Gwen ihm? Eine schwere Frage. Die Antwort kannte sie nicht. Daher blieb sie aus. Gwen wollte ihm so gerne vertrauen. Jedoch hatten sie Ereignisse aus der Vergangenheit sie eines besseren belehrt. Seine Hand umfasste ihre. War nicht so kalt wie ihre, trotz dass sie schwarze Handschuhe trug.
"Ich möchte ins Warme." sagte sie bestimmt und schaute sich um. Eine Straße weiter würde das Wirtshaus 'Die Drei Besen' sein. Die Wirtin war sehr nett und zuvorkommend. Als sie losgehen wollte, merkte sie, dass sie noch immer seine Hand hielt. Ohne ihn anzuschauen, ließ sie diese los und ging voran. Gwen wusste genau, was sie wollte. War keines dieser wankelmütigen Mädchen, die nie wussten, was sie wollten. Bei Gwen konnte man sich sicher sein, dass sie nicht so schnell ihre Meinung änderte. Gwen bahnte sich einen Weg durch die Menschenmengen, spürte den Blick Jules' auf sich und erblickte dann das Wirtshaus. Als sie es betrat, schlug ihr wohlige Wärme entgegen. Ihre Haut kribbelte durch die plötzliche Wärme. An der Tür blieb sie kurz stehen und streifte ihre Handschuhe ab, schaute sich um und setzte sich an einen Tisch nahe am Fenster. Geduldig wartete sie bis Jules es ihr gleich getan hatte. Solange schwieg sie. Wie immer.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Jules Lacroix

avatar

Slytherin
Böse
Anzahl der Beiträge : 32

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 6:48 am

Aha. Sie dachte tatsächlich, er würde sie einfach sitzen lassen, ein Treffen mit ihr vereinbaren und sie dann eiskalt allein dorthin kommen lassen? Naja, es hätte durchaus zu dem Slytherin gepasst, hätte dieses Mädchen nicht diesen Sonderstatus inne, der es ihm verbiet, irgendetwas derartiges zu tun.
"Hm. Dann 'ast du disch geirrt, isch 'abe nischt vor, disch su enttäuschen", entgegnete er auf ihe Aussage, ebenso ehrlich. Ihren Blick erwiderte er, wartete vergeblich auf eine Antwort, die nicht kam. War das ein 'nein'? Nein, wäre die Antwort so einfach gewesen, dann hätte das Mädchen sie ausgesprochen, oder zumindest nahm der Slytherin das an. Folglich musste es wohl die Ungewissheit sein, die es ihr Verbot, auf seine Frage zu antworten. Aber er musste zugeben, er hätte auch nicht gewusst, was er hätte antworten sollen. Ja, gewisserweise vertraue er ihr. Er erzählte ihr einiges, mehr als jedem anderen Menschen, aber voll und ganz vertraute er ihr nicht. Noch nicht. Und er wusste nicht, ob er ihr jemals völlig vertrauen würde. Ob sie beide überhaupt dazu fähig waren, jemandem völlig zu vertrauen? Sie waren beide keine normalen Personen, oder?
Schweigend blickte er ihr nach, eine Sekunde bloß, als sie ihr Hand aus seinem Griff befreite und sich zielstrebig in Richtung der 'drei Besen' aufmachte. Ob sie sich darüber im klaren war, wie sehr ihm dieses Verhalten gegen den Strich ging? Einerseits, natürlich, es war gut, dass sie ihre Meinung kannte und klar machte, aber andererseits reizte es ihn doch gewissermaßen, wie beiläufig, ohne überhaupt wirklich darauf einzugehen, sie ihre Hände löste und ging. Einfach so. Als hätte sie genau so gut allein nach Hogsmead gehen können, als hätte sie genau so gut mit sich selbst Zeit verbringen können. Als wäre er bloß ein unerwünschtes Anhängsel - und nein, als unerwünschtes Anhängsel würde er sich nicht akzeptieren.
Schweigend folgte er dem Mädchen, ließ den Blick nicht von ihr, bis sie in dem Wirtshaus angelangt waren. Warme Luft schlug ihm entgegen, und im Gegensatz zu seiner Begleitung empfand er diesen plötzlichen Umschwung nicht als angenehm. Aber zeigen tat es nicht, nein, er schwieg ebenfalls, zeigte keinerlei Regung, als er dem Mädchen zum Tisch folgte und sich letztlich ebenfalls setzte. Erst dann blickte er ihr wieder in ihr hübsches Gesicht. Ob er überreagierte? Möglich war es. Er neigte zu Überreaktionen. Er neigte allgemein dazu, höchst emotional zu agieren.
"Magst du misch?" Tja, jetzt reagierte er emotional. Sie hatte seine Hand gelöst und er wollte wissen, wieso. Weil sie ihn nicht mochte? Weil er ihr egal war? Weil es ihr unangenehm war, weil sie schüchtern war, weil sie es schlichtweg nicht wollte? Er wollte es wissen. Und er wollte wissen, was sie von ihm hielt.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gwen Pritchart

avatar

Slytherin
Hogwarts
Anzahl der Beiträge : 33

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 7:08 am

Ob er sich wohl bewusst war, wie die Mädchen auf seinen französischen Akzent flogen? Als wären die läufige Hündinnen. Verachtenswert war sowas. Mädchen, die von ihren Hormonen gesteuert wurden, waren einfach ... widerlich. Man musste wenigstens noch ein wenig Verstand haben, damit man wusste, wann man aufpassen musste. Niemals würde sich Gwen komplett von ihren Gefühlen leiten lassen.
Gwen erwiderte nichts auf seine Worte. Vor einigen Jahren hatte sie genau das gleiche gehört und das Mädchen hatte sie bitter enttäuscht. Dass sie ihn soeben durch ihre Reaktion verletzt hatte, bemerkte sie nicht. Wie auch, wenn er nie seine Gefühle zeigte? Wie sollte sie erkennen, dass sie seine Gefühle durch ihre Art verletzte? Dabei hatte sie das eigentlich nicht gewollt. Gwen war nun mal so ... kühl und unnahbar. Nur die wenigsten schafften es, durch ihre Mauer zu dringen. Nur wenige schafften es, sich einen Platz in ihrem Herzen zu ergattern. Bisher hatte es nur das Mädchen geschafft. Doch diese hatte nur eine klaffende Wunde hinterlassen, die sich nur langsam geschlossen hatte. Nur noch eine dicke Narbe war zurückgeblieben, die Gwen geprägt hatte. Und nun schlich sich langsam aber sicher Jules in ihr Herz. Hinterhältig und ohne Vorwarnung.
In den Drei Besen war es recht angenehm. Nur etwas laut. Aber so konnte man wenigstens in Ruhe reden, ohne dass jemand sie hörte. Jules setzte sich zu ihr an den Tisch. Gwen zog ihre blütenweiße Jacke aus und hängte sie über den dunklen Holzstuhl, auf welchem sie saß. Dann legte sie ihre Arme auf den Tisch und verschrenkte ihre Finger ineinander.
Und dann fiel der Slytherin einfach mit der Tür ins Haus, fragte sie einfach, ob sie ihn mochte. Dabei konnte sie doch gar nicht mit sowas umgehen. Für einen kurzen Augenblick brökelte ihre mühevoll aufgebaute Fassade. Man sah die Verwirrung und die Angst in ihren Augen, verdrängten die Wärme und die Freude darüber, dass Jules tatsächlich aufgetaucht war. Doch so schnell wie sie brökelte, war sie auch wieder aufgebaut und Gwen war nur noch das unnahbare, kühl wirkende Mädchen von vorhin. Gut wählen musste sie ihre Worte. Worte konnten soviel anrichten. Ein ganzes Leben zerstören. Das hatte sie am eigenen Leib erfahren müssen. "Ich empfinde eine gewisse Sympathie für dich." So zeigte sie ihm, dass sie ihn mochte, sagte ihm jedoch nicht, dass das mehr war, als nur 'Sympathie'. Denn obwohl Gwen alles versuchte, schaffte sie es nicht, diese wirren Gefühle zu verdrängen, die dann immer hochkamen, wenn Jules in der Nähe war.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Jules Lacroix

avatar

Slytherin
Böse
Anzahl der Beiträge : 32

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 8:42 am

Hätte er einen Blick in ihre Gedanken geworfen - er hätte gelacht. Selbstverständlich war er sich bewusst darüber, wie er auf Mädchen wirkte. Passierte ehrlich gesagt auch nicht selten, dass dumme Mädchen, die keinerlei Ahnung hatten, wie oder wer er war, ihn ansprachen, in der Hoffnung, er würde... ja, was eigentlich? Sie mögen? Sich in sie verlieben? Oder sie wenigstens berühren? Nein, so einer war er nicht. Da bedarf es schon mehr als ein paar schöner Worte, um den Franzosen um den Finger zu wickeln. Und man brauchte auch mehr als ein hübsches Äußeres, um den Franzosen dazu zu bewegen, mit einem ins Bett zu gehen - oder worauf diese Menschen auch immer hinaus wollten.
Abwartend, leicht nachdenklich lehnte sich Jules zurück, fixierte Gwen mit seinem Blick, der allerdings alles andere als bohrend war. Neutral, ruhig, ohne Wertung und ohne Forderung sah er sie an, wartete auf ihre Antwort, von der er sich nicht sicher war, ob sie kommen würde. Wo er ihre erste Frage schon nicht beantwortet hatte, warum sollte sie dann diese beantworten? Aber sie tat es. Zwar dauerte es ein wenig, aber das war in Ordnung. Er hätte auch nachdenken müssen über die Antwort, er hätte sicherlich auch seine Zeit gebraucht, wäre die Frage so aus dem nichts an ihn gestellt worden. Und ihre Antwort ... nun ja, ihre Antwort gefiel ihm. Ob er ehrlich darauf reagieren sollte? Ihn beschlich so ein Bedürfnis, ehrlich darauf zu reagieren. Auch, wenn ihn das in gewisser Weise... verletzbar vor dem Mädchen aussehen ließ. Das war in Ordnung, nahm er an. Denn er vertraute ihr ja auch irgendwie.
"Eine gewisse Sympathie. Das ist ... me'r, als isch ge'offt 'atte. Du zeigst genau so wenig von deinen Gefü'len wie isch, 'abe isch Rescht? Wie wäre es... eine Art Deal. Isch verrate dir etwas von mir und du verrätst mir etwas von dir, okay? Isch fange auch an." Ob sie darauf eingehen würde? Egal. Den Anfang tat er trotzdem, ohne dem Mädchen die Chance zu lassen, auf seinen Vorschlag zu antworten. Wenn sie nicht wollte, dann war es auch in Ordnung, dann hätte er ihr trotzdem etwas verraten, vielleicht würde es wenigstens dazu führen, dass sie ihm ein Stück mehr Vertrauen schenkte. "Es ist nischt me'r als isch ge'offt 'atte... es ist auch se'r viel weniger als isch mir Wünsche." Ja, er wünschte sich, dass sie ihm vertraute, und dass sie ihn mochte. Nicht nur 'eine gewisse Sympathie' verspürte, sondern ihn ehrlich mochte.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gwen Pritchart

avatar

Slytherin
Hogwarts
Anzahl der Beiträge : 33

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 9:05 am

Gwen ließ sich viel Zeit beim Nachdenken. Denn sicher war sie sich ehrlich gesagt nicht. Was empfand sie für den jungen Slytherin, mit dem sie in letzter Zeit öfter ins Gespräch gekommen war. Er gehörte zu den wenigen Schülern in Slytherin, überhaupt an dieser Schule, mit dem man wirklich vernünftig sprechen konnte. Jedes dieser Gespräche hatte sie genossen. Wirklich jedes.
Jules wirkte ganz ruhig. Gelassen, beinahe schon friedlich. Gerade die stillsten Menschen verbargen etwas. Stille Wasser waren tief … und dreckig. Nie wusste man, was sich in ihnen verbarg. Und da war sie wieder. Diese Ungewissheit. Was würde geschehen, würde sie sich auf ihn einlassen? Was würde geschehen, würde er ihr das Herz brechen? Sich ebenso lustig machen, wie das Mädchen damals, als Gwen in der zweiten Klassen gewesen ist? Würde sie dann wieder so ruhig bleiben oder würde sie ausrasten? Das wahre Gesicht einer wütenden Veela zeigen?
Der Vertrauensschüler schien ihre Antwort ganz gefasst aufzunehmen. Ruhig und gelassen. Wieder antwortete sie nicht. Er wusste es doch bereits. Warum fragte er dann? Die Frage war mehr als unnötig gewesen, hätte sie sich sparen können. „Ein Deal? Ich gehe keine Deals ein.“antwortete sie ihm kühl und musterte ihn unverhohlen. Was glaubte er, wer er war, dass er mit ihr Deals eingehen konnte? Und dennoch begann er mit seiner Fragerei.
Gwen konnte nichts über sich erzählen. Wohl kaum würde er es verstehen. Niemand verstand sie. Nie hatte jemand versucht, sie zu verstehen. Alle gingen von dem Offensichtlichen aus. Alle waren sie zerfressen von ihren Vorurteilen und ihrer Oberflächlichkeit. Aber … sie musste ihm ja nicht alles erzählen. Nur Kleinigkeiten. Schließlich erzählte er auch etwas von sich. War es da nicht nur gerecht, würde sie etwas von sich erzählen? „Du wünschst dir also mehr? Ich kann dir nicht mehr geben.“entgegnete sie kalt. Gwen fiel es so unendlich schwer, ihre wahren Gefühle ihm zu offenbaren. Sie konnte es einfach nicht. All die Jahre hatte sie sie verdrängt, hatte nur diese Kühle gezeigt. Und jetzt sollte sie auf einmal lieben? Was verlangte er da von ihr? Ja, sie mochte ihn. Er war so anders als die anderen. Nicht so oberflächlich, schien sich wirklich für sie zu interessieren. „Du möchtest nun sicherlich auch etwas von mir wissen, nicht wahr? Ich lasse mich nicht von meinen Gefühlen leiten. Niemals.“erklärte sie ihm nüchtern und lehnte sich mit verschrenkten Armen zurück. Nein, sie durfte sich nicht von Gefühlen leiten. Doch jäh kam die Angst hoch, dass sie ihn verschreckt haben könnte. Vielleicht war es genau das, was andere von ihr abschrecken ließ. Weil sie niemanden an sich heran ließ. Niemanden. Einfach aus Angst, verletzt zu werden. Wie damals. Aus diesem Grund konnte sie Jules nie mehr geben, weil sie einfach keine Gefühle zulassen konnte.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Jules Lacroix

avatar

Slytherin
Böse
Anzahl der Beiträge : 32

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 12:05 pm

Natürlich würde sie nicht auf seinen 'Deal' eingehen. Hätte er sich doch eigentlich denken sollen, oder? Egal. Er sagte trotzdem, was er zu sagen hatte. Er hätte es so oder gesagt, hatte nur gehofft, dass er so auch etwas von Gwen erfahren konnte. Trotz der vielen Wochen, die sie sich nun schon näher kannten, immer wieder trafen und unterhielten, hatte er nie besonders viel von ihr erfahren. Meist waren es relativ oberflächliche Gespräche gewesen, über Schule, selten auch über Mitschüler oder Lehrer, denn der Junge war niemand, mit dem man gut 'lästern' konnte. Manchmal, ganz selten, war es auch um Vorlieben oder Abneigungen gegangen, so wusste er zum Beispiel, dass das Mädchen Quidditch mochte, und sie hatte wohl auch schon die ein oder andere Information von ihm bekommen, zum Beispiel, wie sehr er pelzige Tiere verabscheute, lediglich seinen Kater, den konnte er leiden. Und sie wusste, wie gern er Tee mochte - war aber auch ein offenes Geheimnis, wenn man sich nur mal die Zeit nahm, den Jungen ungefähr eine Stunde lang im Gemeinschaftsraum zu beobachten.
Wie kühl das Mädchen immerzu klang. Sollte er sich darum eigentlich Sorgen machen? Sie behandelte jeden so, dessen war er sich bewusst, und dennoch fühlte er sich nicht wohl damit. Er wollte nicht wie jeder behandelt werden. Er hatte es doch wohl verdient, dass sie ein wenig, einen Funken, wenigstens den Hauch eines klitzekleinen bisschens Wärme in ihre Stimme legte, wenn sie mit ihm sprach, oder?
Ihre Antwort war auch nicht unbedingt, naja, befriedigend. Sie konnte ihm nicht mehr geben? Warum nicht? Ernsthaft, warum nicht? Sie kannten, trafen, unterhielten sich doch schon lange.
"Nischt? Dabei sind Gefü'le doch so wischtig. Und... das 'eist, du folgst die ganse Seit deinen Gedanken? Immersu..?" Das war tatsächlich etwas, was Jules kaum nachvollziehen konnte. Wo er selbst doch unglaublich emotionsgesteuert war, auch, wenn man das nicht unbedingt annehmen mochte, wenn man ihn kennen lernte.
"Aber eigentlisch ist es doch auch gut, dass du das so sagst. Das bedeutet, dass du vielleischt... doch Gefü'le 'ast, die du nischt seigen willst. Tiefge'endere Gefü'le. Me'r als nur blose Sympathie." Wow. Jules Felicién Lacroix als Psychologe - das war keine funktionierende Konstellation. Aber vielleicht traf er ja ins Schwarze. Vielleicht auch nicht. Hmm.
"Bilde isch es mir denn ein, dass du misch magst? Du redest mit mir, ist das nischt schon Seischen genug, dass du misch magst? Mit anderen redest du nischt, oder?" Eigentlich, lieber Jules, redest gerade nur du. Das ist lediglich ein Zeichen dafür, dass du dieses Mädchen dringend loswerden solltest, bevor das Gesülze noch größere Ausmaße annimmt und du womöglich, wie nennt man das? Verletzbar wirst. Dich bindest. Urgs. Nein, das würde nicht geschehen. Da war der Franzose sich sicher. Wenn eines niemals geschehen würde, dann, dass er sich durch die Bindung zu einem anderen Menschen von seinem Weg abbringen ließ. Zumal dieses Mädchen doch nicht wirkte, als würde sie ihm im Wege stehen. Nein, bisher hatte sie niemals eine Wertung gezeigt, niemals gezeigt, auf welcher Seite sie stand, und er hoffte, glaubte sogar zu wissen, dass sie auf seiner Seite war. Eine Reinblüterin, das Kinn hoch erhoben, wie es sich gehörte, warum sollte sie nicht auf seiner Seite stehen? Nein, er hatte niemals Legilimentik bei ihr angewendet, bisher nicht, und er würde es womöglich auch nie tun. Zu groß war der Respekt vor seinem Gegenüber. Und der Glaube, zu wissen, dass sie ihn nicht belügen würde.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gwen Pritchart

avatar

Slytherin
Hogwarts
Anzahl der Beiträge : 33

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 12:22 pm

So langsam wurde die Situation mehr als nur unangenehm. Gwen wollte weg. Weg vor der Situation laufen. Wollte es einmal ihren Bruder gleich tun. Wollte so wie Mikael sein. Sie hatte Angst, dass ihr etwas rausrutschen könnte. Ein falsches Wort und ihr ganzer Ruf wäre dahin. Hatte sie überhaupt einen … Ruf? Als was betitelten ihre Mitschüler sie? Als die typische, arrogante, kaltherzige Slytherin? Oder war es doch die unnahbare Einzelgängerin? Wobei letzteres wohl mehr zu traf als das erste.
„Immer zu.“war die knappe Antwort von ihr. Jules verstand sie auch nicht. Niemand tat das. Niemand konnte es, wenn er nicht das mitgemachte, was sie mitgemacht hatte. Eine Kindheit voller Albträume und Kälte. Eine Kindheit voller Dunkelheit und Einsamkeit. „Nicht zeigen möchte? Ich kann sie nicht zeigen.“ brachte sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. Wut packte sie. Grenzenlose Wut und doch sammelte sie sich schnell wieder und unterdrückte das Gefühl, atmete tief ein und aus, beruhigte sich langsam wieder und schaute ihn wieder aus emotionslosen Augen an. Gwen nahm ihre Hände vom Tisch und legte sie in ihren Schoß, um das Zittern zu verbergen. Ihre Maske begann zu bröckeln. Durch Jules. Das war kein gutes Zeichen. Sie musste hier weg. Schnellst möglichst. „Was willst du von mir hören, Jules? Ich kann dir nicht das geben, was du scheinbar von mir verlangst.“ Jäh wurde das Gespräch unterbrochen, als die freundlich wirkende Madam Rosmerta zu ihrem Tisch mit einem Block in der Hand kam und sie lächelnd anschaute. Eine der wenigen Menschen, für die Gwendolyn ebenfalls eine gewisse Sympathie empfand. Egal, wie stressig es wurde. Madam Rosmerta blieb ruhig und gelassen. Die Frau fragte, was sie wollten und Gwen bestellte ein einfaches Butterbier. Mehr nicht. Abwartend blickte Rosmerta dann zu Jules. Diese Pause nutzte Gwen, um sich zu sammeln. Um ihre Mauer wieder aufzubauen. Denn so langsam schaffte er es wirklich, sie zu durchbrechen und das war verdammt falsch.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Jules Lacroix

avatar

Slytherin
Böse
Anzahl der Beiträge : 32

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 12:51 pm

Nein, er verstand sie nicht. Er hätte sie gern verstanden, sehr gern sogar, aber den unfairen Zug der Legilimentik wollte und würde er nicht tun. Sie würde es bemerken und dann wäre jeglicher Hauch von Vertrauen, und er war sich sicher, dass wenigstens ein bisschen davon vorhanden sein musste, dahin. Wer würde ihm dann noch vertrauen? Er würde auch niemandem Vertrauen schenken, der so etwas bei ihm tat.
"Du kannst sie nischt seigen?", fragte er leise nach, musterte Gwen ein wenig interessiert, denn ihre Mimik, wenn es auch relativ unauffällig war, sprach doch das genau Gegenteil ihrer Worte aus. Ausnahmsweise war es doch sehr offensichtlich, was sie empfand. Auch, wenn Jules nicht verstand, weswegen sie plötzlich derartige Emotionen zeigte. Was hatte er falsch gemacht? War er zu aufdringlich?
"Isch verlange gar nischts. Isch wünschte, isch 'ätte das Rescht, etwas von dir su verlangen, aber dem ist nischt so. Und selbst wenn dem so wäre, würde isch es womöglisch nischt nutsen, denn was nütst es mir, wenn du mir Gefü'le seigst, weil isch es von dir verlange, und sie gar nischt ernst meinst? Wenn du mir etwas gibst, dann gib mir e'rlisches. Und wenn du meinst, es nischt su können, dann... dann kann isch da wenig dran ändern, oder? Was isch 'ören will...? Isch will gar nischts 'ören. Meinetwegen darfst du gern auch einfach etwas tun. Oder du schreibst mir einen Brief." Und nein, das meinte er nicht scherzhaft. Er meinte selten etwas scherzhaft, und wenn, dann würde man das wohl sogar merken. Das hier war sein ernst. Er verlangte gar nicht, irgendetwas zu hören - genau genommen wusste er selbst nicht, was er sich aus dieser Situation gerade erhoffte -, aber er wünschte sich, irgendeine Reaktion von dem Mädchen zu erhalten. Irgendetwas, was ihm zeigte, dass sie mehr empfand. Die ganze Zeit hatte er sie angesehen, war vollkommen gebannt von ihrem Anblick - wie so oft, denn eben dieser Anblick war nunmal ein ganz besonderer, wenn auch nicht der Grund, weswegen er das Mädchen so sehr mochte. Und weil er so gefesselt war von ihrem Anblick, reagierte er auch erst einige Sekunden zu spät auf Rosmerta. Mit ruhigen Worten orderte er selbst sich einen weiteren Tee, zum zweiten Mal an diesem Tag. Butterbier verabscheute er. Er konnte wirklich nicht nachvollziehen, wie man dieses Getränk mögen konnte, aber das sollte ja nicht seine Sorge sein. Wenn Gwen es gern trank - sollte sie.
Als Madam Rosmerta wieder fort war, fuhr sein Blick wieder zu Gwen, fixierte sie abwartend, diesmal fordernder, ganz unbewusst, denn eigentlich wollte er das Mädchen doch nicht bedrängen.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gwen Pritchart

avatar

Slytherin
Hogwarts
Anzahl der Beiträge : 33

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Do Apr 05, 2012 11:35 pm

Nein, sie konnte sie nicht zeigen. Sollte sie es noch einmal auf ein Blatt Papier schreiben, oder was? Ständig diese dämliche Fragerei. Das konnte sie einfach nicht ausstehen. Waren sie hier im Kreuzverhör? Bei der Muggelpolizei? Nein, das waren sie nicht. Also konnte Jules getrost mit dem ständigen Fragen aufhören. Es behagte ihr nämlich ganz und gar nicht. Seinem Blick hielt sie stand, als er sie interessiert musterte, als suche er etwas an ihr. Eine Emotion? Die würde er so schnell nicht finden. Nicht bei ihr.
Und dann fing er zu reden an, mit seinem französischen Akzent. Gwen glaubte ihm nicht. Alle verlangten sie etwas von ihr. Alle. Ohne Ausnahme. Warum sollte er dann anders sein? Und doch klangen seine Worte so ehrlich, so unschuldig, dass man ihm einfach glauben musste. Madam Rosmerta kam und sie bestellten. Jules seinen üblichen Tee. Er mochte Tee. Wenn man ihn ein wenig beobachtete – und das hatte sie ehrlich gesagt manchmal getan – dann wusste man, dass er Tee wirklich mochte. Ein knappes, freundliches Nicken und die hübsche Frau verschwand. Ehrlich gestanden wusste die Halbveela nun nicht, was sie auf seine Worte antworten sollte. „Ich glaube, ich brauche etwas frische Luft.“sagte sie entschuldigend und erhob sich, wollte ihren Platz verlassen und es schien als wäre sie plötzlich gegen eine unsichtbare Barriere gelaufen. Verwirrt schaute sie um sich, nach links, nach rechts, konnte die Ursache einfach nicht finden. Aber als sie nach oben schaute, erstarrte sie. Ein Mistelzweig und ein verzauberter nach dazu, schwebte über ihren und Jules‘ Kopf. Jeder in diesem Raum wusste, was das zu bedeuten hatte. Jeder. Ein einfacher Kuss und der Bann wäre gebrochen. Aber Gwen war nicht fähig, derartige Gefühle zu zeigen, obwohl sie sich manchmal vorgestellt hatte, wie es wohl wäre, Jules einfach zu küssen. Nur ein kurzer Kuss. Und dann hatte sie sich in Erinnerung gerufen, dass sie ja gar nicht dieser hormongesteuerten Mädchengruppe angehörte. Wann immer diese Vorstellung hochkam, verdrängte sie sie. Jetzt jedoch schien sie sich zu bewahrheiten. Jäh kam die Nervosität hoch, die sie eigentlich die ganze Zeit erfolgreich verdrängt hatte. Nun ließ sie sich nicht mehr leugnen. Kurz schaute sie Jules an, dann aus dem Fenster. Wie sollte sie nur aus dieser verdammten Situation rauskommen?


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Jules Lacroix

avatar

Slytherin
Böse
Anzahl der Beiträge : 32

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Fr Apr 06, 2012 12:01 am

Schön.
Kaum hatten sie bestellt, erhob sich Gwen und schien flüchten zu wollen. Was ihm, ehrlich gesagt, gehörig gegen den Strich ging. Er wollte Reaktionen, Antworten, irgendetwas, und sie flüchtete. Und er spürte, er sah doch, dass sie langsam weich wurde, dass er langsam Erfolge erzielte, und sie? Sie machte Anstalten wegzurennen, um eben diese Erfolge wieder zu zertrampeln. Doch ebenso wie sie, was Jules recht erstaunt, als sie stehen blieb, mitten in ihrer Bewegung. Er hatte eigentich nicht erwartet, dass sie zögerte, er sah sich selbst schon allein sitzen. Aber dann hatte auch er selbst die Ursache für ihr Zögern ausgemacht, was ja, nachdem sie hoch geblickt hatte, nicht mehr wirklich schwer war. Ein Mistelzweig. Unschuldig flog er über ihren Köpfen, darauf wartend, dass sie die beiden Schüler einen Kuss gaben. Ein kurzer, unschuldiger Kuss und der Zauber wäre gelöst. Der kam, wie Jules fand, sehr gelegen. Ob Gwen das auch so sah? MIt Sicherheit nicht. Aber er war, so eigenartig sein Innenleben auch aussehen mochte, doch im Grunde auch nur ein junger Mann. Gesteuert von seinen Emotionen. Und verdammt, seine Emotionen zwangen ihn, sich über diesen Mistelzweig zu freuen. Obwohl er zugeben musste, dieser Zauber war doch wirklich frech. Konnte der Gedanken lesen? Was, wenn er über zwei Leuten schwebte, die sich abgrundtief hassten? Das wäre nicht sehr Vorteilhaft, oder?
Schweigend erhob sich der Schüler und blickte Gwen ins Gesicht, trat nah an sie heran, nicht zu nah, aber nah genug, um ihre Hände zu greifen. War ganz schön schnulzig, oder? Und die Frage, die er stellte, setzte der Schnulzigkeit wohl noch die Krone auf, aber dennoch, auch wenn sie eigentich kaum eine Wahl hatten, stellte er sie. "Darf isch..?" Leise und leicht zögerlich kamen die Worte über seine Lippen. Würde sie nein sagen, würde er eben stehen bleiben. Würden sie halt hier herumstehen, bis der Zweig die Lust verlor oder so. Gegen ihren Willen wollte er sie nicht küssen.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gwen Pritchart

avatar

Slytherin
Hogwarts
Anzahl der Beiträge : 33

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Fr Apr 06, 2012 12:17 am

Das Leben meinte es echt nicht gut heute mit ihr. Erst machte sie ihre Lieblingshose nass, dann hatte sie die Befürchtung, dass Jules sie sitzen ließ, und nun musste sie ihn auch noch küssen. Küssen, auf dem Mund. Damit war sie nun vollkommen überfordert. Wieder zitterten ihre Hände, verrieten ihre Angst vor dem bevorstehenden Kuss. Auf der einen Seite wollte sie es. Natürlich wollte sie das. Sie mochte Jules. Viel zu sehr. Aber auf der anderen Seite … wollte sie einfach nur noch weg von hier und sich in ihr gemütliches Himmelbett kuscheln, die Decke über den Kopf ziehen und träumen. Sah sie da etwa Freude in seinen dunklen Augen aufblitzen? Freude über den Mistelzweig? War das sein Ernst? Entsetzt schaute sie ihn an, wollte wieder weg und prallte an der unsichtbaren Wand ab. Am liebsten hätte sie geflucht, laut geflucht. Nicht leise. Aber sie hatte Benehmen und dieser Anstand ließ nicht zu, dass sie vor allen Anwesenden und vor allem laut fluchte.
Und dann erhob er sich, schweigend. Warum konnte sie wenigstens nicht sitzen? Warum musste sie es so öffentlich machen? Gwen hatte das Gefühl, als wären sämtliche Blicke auf sie gerichtet. Bildete sie es sich nur ein, oder war es tatsächlich leiser in dem großen Raum geworden? Warme Hände umschlossen ihre kühlen. Ihre Hände waren immer kühl, auch wenn sie sie am Kamin wärmen würde. Die Slytherin blickte in sein Gesicht, musste ihren Kopf wirklich sehr in den Nacken legen. Denn Jules war ziemlich groß, im Gegensatz zu ihr. Gwen war klein und hätte eine perfekte Sucherin abgegeben. Aber sie hatte nie ins Team gewollt. Denn im Regen trainieren wollte sie nicht. Ihr Blick tastete sein Gesicht ab. Das spitze Kinn, die vollen, gleichgroßen Lippen, die schmale Nase, die hohen Wangenknochen, und was sie am meisten faszinierte, seine dunklen, undurchdringlichen Augen. Leicht öffneten sich ihre Lippen. In ihren Augen war nicht mehr die Kälte von vorhin zu sehen. Nein, nur noch Wärme und die Liebe, die sie für ihn empfand. Gwen antwortete nicht. Er würde die Antwort in ihren Augen ablesen können.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Jules Lacroix

avatar

Slytherin
Böse
Anzahl der Beiträge : 32

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Fr Apr 06, 2012 12:33 am

Immernoch standen sie so da, er wartete ihre Antwort ab, konnte sie aber eigentlich schon erahnen, allein daran, dass sie ihre Hände ließ, wo sie waren, dass sie sie nicht wegzog und ihm weiter auswich. Und dann konnte er sie erkennen, ihre Antwort. Ja, er konnte sie ablesen. Im Gegensatz zu den anderen Menschen hier, die in ihrem Gesicht womöglich nur die eiskalte Slytherin sehen würden, genau wie man in seinem Gesicht kaum mehr als gleichgültigkeit erkennen konnte, wenn man ihn nicht ein wenig besser kannte. Aber sie beide wussten es wohl besser. Sie erkannte seine Freude, er erkannte ihren Willen.
Kurz und unschuldig, kaum mehr als ein Hauch hätte dieser Kuss sein müssen. Aber nein, da hatte sie sich geschnitten, wenn sie annahm, Jules würde jetzt, nach diesem eindeutigen Blick, noch einen scheuen, zögerlichen Kuss auf ihre Lippen hauchen. Nein, der Slytherin war nicht scheu und nicht zögerlich, er wusste, wer er war, er war Selbstbewusst und vor allem war er eines: Ungeduldig. Und er hatte, seiner Meinung nach, schon viel zu lang gewartet. Und so beugte er sich vor, musste sich tatsächlich ganz schön bücken, um die Lippen des Mädchens zu berühren, und legte sein Lippen auf ihre. Sanft zwar, aber keinesfalls zögerlich. Leicht drückte er ihre Hände, wollte ihr zeigen, dass das hier nicht irgendwas war. Nein, für ihn war das hier etwas sehr eindeutiges, ein zugeständnis, und irgendwie... der Anfang eines neuen Abschnittes. Ob sie es verstehen würde? Dass er ab jetzt jeden, der ihr zunahe kam, strafen würde? Dass sie jetzt, seiner Meinung nach, zu ihm gehörte, und zu sonst niemandem?


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gwen Pritchart

avatar

Slytherin
Hogwarts
Anzahl der Beiträge : 33

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Fr Apr 06, 2012 12:52 am

Er erkannte ihren Blick. Er kannte ihre Antwort. Er wusste, dass ihr Blick ein Zugeständnis war. Ob er wohl wusste, wie lange sie darauf gewartet hatte? Ob er wusste, wie oft sie sich diesen Moment in ihrer Fantasie ausgemalt hatte? Nein, er wusste es nicht. Außer er würde in ihre Gedanken schauen. Aber er konnte das nicht. Das hätte sie doch sonst gemerkt. Wie es wohl auf die anderen wirkte? Denn Jules und Gwen schauten sich einfach nur an. Worte waren hier überflüssig. Taten sagten mehr als tausend Worte. Und dann neigte er seinen Kopf zu ihr runter. Gwen streckte sich, stellte sich auf die Zehspitzen. Wenn sie glaubte, dass der Kuss nur zögerlich von seiner Seite kam, dann hatte sie sich geirrt. Sicher war er sanft, aber bestimmt. Zu schön. Ganz weich waren seine Lippen, so wie sie es sich vorgestellt hatte. Langsam schloss sie ihre Augen. Das Gefühl, welches sie empfand, war einfach überwältigend. Schön und neu zugleich. Ungewohntes Gebiet. Nie hätte sie geglaubt, dass jemand sie … mögen könnte. Der Kuss war so unschuldig und ehrlich, dass sie Jules glaubte. Sie glaubte ihm, dass der Kuss von seiner Seite aus echt war. Warum hätte er sie sonst gefragt, ob sie ihn mochte, oder? Vorsichtig entzog sie ihm ihre Hände, fuhr mit ihren Händen über seinen Oberkörper nach oben, schlang ihre Arme um seinen Hals. Sanft war nicht mehr das, was sie wollte. Gwen wollte mehr. Viel mehr. Dass der Mistelzweig bereits verschwunden war, merkte sie nicht. Erst ein Räuspern ließ sie auseinander fahren. Madam Rosmerta stand neben ihnen mit ihren Getränken auf einem Tablett. Gwens Gesicht wurde wieder kühl, unnahbar, setzte sich auf ihren Platz als sei nichts gewesen. „Danke.“sagte sie, nahm ihr Butterbier entgegen und bezahlte sogleich. Noch immer schlug ihr Herz gegen ihre Rippen. Heftig und laut. Und ihre geröteten Wangen und strahlenden Augen sprachen für sich.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Jules Lacroix

avatar

Slytherin
Böse
Anzahl der Beiträge : 32

BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   Fr Apr 06, 2012 1:06 am

Wenn er den Kuss so im Nachhinein betrachtete, war er viel zu kurz gewesen. Wunderschön, aber viel zu kurz. Und er hätte doch so gern erfahren, was passiert wäre, wenn sie nicht unterbrochen worden wären. Wenn Rosmerta nicht neben ihnen aufgetaucht wäre. Kaum hatte Gwen ihre Hände gelöst, lagen Jules' Hände an ihrer Taille, hielten sie so sanft fest und davon ab, zu flüchten, obwohl sie das ja offensichtlich gar nicht wollte. Im Gegenteil, sie ging auf ihn ein, legte ihre Arme um seinen Hals. Das hatte er nicht erwartet - vieles hatte er erwartet, dass sie flüchtete oder dass sie nur so dastand, aber nicht, dass sie derartig auf ihn einging.
Für den Bruchteil einer Sekunde blitzte die Enttäuschung in seinen Augen auf, als der Kuss gelöst wurde, dann war auch sein Blick wieder ruhig, gleichgültig, er richtete sich wieder auf, nahm seine gewohnte gerade Haltung an, und setzt sich dann ebenfalls wieder, bedankte sich leise bei der Wirtin und tat es Gwen gleich, indem er bezahlte.
Dann lehnte er sich schweigend zurück, hob seinen Tee an seine Lippen und pustete ihn leicht an, um sich nicht die Zunge daran zu verbrennen. Kurz haftete sein Blick an dem dunklen Tee, dann lenkte er ihn auf Gwen, sah ihr in die Augen und konnte nicht verhindern, dass sein Mundwinkel, kurz zwar und kaum zu bemerken, nach oben wanderte. Er konnte es einfach nicht verhindern, dass dieses leichte Lächeln sich auf sein Gesicht legte. Doof. Sollte er sich schleunigst wieder abgewöhnen, dass er sich durch dieses Mädchen zu einer derartigen Weichheit verleiten ließ. Aber in diesem Moment war es in Ordnung, ausnahmsweise durfte wenigstens sie sehen, was er fühlte. Dass er wenigstens in diesem Moment glücklich war. Nach wenigen Sekunden senkte er den Blick wieder und nahm einen vorsichtigen Schluck von seinem Tee.


Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: GWEN &&. JULES   

Nach oben Nach unten
 
GWEN &&. JULES
Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Believe in Dreams ::  :: Archiv Outplay-
Gehe zu: